Kambodscha

Angkor Wat - Tempelanlage oder Weltwunder?

Die Tempelanlage von Angkor Wat gilt als eines der größten kulturellen Wunder des asiatischen Kontinents, wenn nicht der ganzen Welt. Etwa 240 Kilometer von der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh entfernt ist die Tempelanlage von Angkor Wat der wichtigste Sightseeingspot in jedem Kambodscha-Reiseführer. Jahrzehntelang konnte niemand aus der westlichen Welt das Kulturdenkmal, das auch zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, besuchen. Die Roten Khmer, die unter Pol Pot das Land besetzt hatten, verhinderten es. Es ist jedoch als großes Glück zu bezeichnen dass Angkor Wat auch heute noch steht, dass es all die Wirrnisse, die sich darum ranken, überleben konnte, wie die Tempel auf Bali.

Angkor Wat befindet sich mitten im kambodschanischen Dschungel. Vielleicht war es seine Unzugänglichkeit, die dazu beitrug den Tempel vor der Zerstörung zu schützen. Heute kann Angkor Wat wieder besichtigt werden. Die ältesten Teile der Tempelanlage stammen bereits aus dem 10. Jahrhundert nach Christus. Damals war eine Kultur gerade im Entstehen. Die Herrscher der Khmer gelangten zu großem Reichtum und ließen diesen in ihren Bauten - wie eben Angkor Wat - sichtbar werden.

Errichtet wurde Angkor Wat aus Sandstein, welcher über Kanäle zur Baustelle gebracht wurde. Diese Kanäle sind heute noch erhalten und eindrucksvoller Bestandteil der Tempelanlage. Sie tragen zu dem faszinierenden Anblick bei, den Angkor Wat mitten im Grün des Dschungels bietet. Wissenschaftlern ist es rätselhaft, wie diese Präzision der Architektur in der damaligen zeit und mit den damaligen Mitteln erreicht werden konnte. Es gibt keine Überlieferungen oder Übersetzungen aus dieser Zeit.

Angkor Wat hat für die Kambodschaner eine große Bedeutung. Sogar auf der kambodschanischen Nationalflagge und einer Riel Banknote ist es zu sehen. Aber vor allem bringt Angkor Wat auch Touristen in das südostasiatische Land. Für welchen Gott Angkor errichtet wurde, konnte nie wirklich herausgefunden werden, doch ist bewiesen, dass der Bau auf jeden Fall auch eine religiöse Bedeutung hat. Es wird davon ausgegangen, dass es von Anfang an ein buddhistisches Heiligtum ist.

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